Berechnung der Voreilung



Um die Vorteile des Allradantriebes voll zu nutzen und vorzeitige Getriebe- und

Reifenabnutzung zu vermeiden, sollten die Vorderräder gegenüber den Hinterrädern

"voreilen"
.


Die "Voreilung" liegt normalerweise zwischen +1 und +5% (Umfangsgeschwindigkeit)

Abweichungen ausserhalb dieser Werte führen zu ungleicher Reifenabnutzung bez. in

schwerwiegenden Fällen zu Getriebeschäden.


Anzeichen einer nicht korrekten "Voreilung" machen sich im Alltag durch

Getriebegeräusche beim Einschalten des Allrades wärend dem Fahrbetrieb (bremsen)

bemerkbar.Aber auch der massive Reifenverschleiss lässt auf eine falsche Voreilung

vermuten.







1. Markieren Sie die Front und Hinterräder auf der Seitenwand,in der Mitte der 
   
    Aufstandsfläche
siehe >>> blau / rot

2. Bewegen Sie den Traktor exakt 5 komplette Hinterrad- Umdrehungen vorwärts

3. Zählen Sie die Anzahl der Umdrehungen der Fronträder

4. Ermitteln Sie die Teilumdrehungen der Fronträder wie folgt;

   -Zählen Sie die Anzahl der Stollen die sich zwischen der Mitte der Aufstandsfläche und  
   
    dem zuvoer ermittelten Referenzpunkt liegen

   -Teilen Sie die ermittelte Zahl durch die Stollen-Gesamtzahl
  
    Sie erhalten nun den Wert RM





1. Zweiachsbetrieb ausschalten ( Front und Hinterachse laufen unabhängig voneinander)

2. Markierung der Vorder- und Hiterreifen in der Mitte der Aufstandsfläche
   
    siehe >>> blau / rot

3. Vorwärtsbewegung des Traktors mind. 5 Umdrehungen

4. Die zurückgelegte Strecke mittels der Front- bez. Hiterräder messen

    Sie erhalten nun 2 Werte RC und Rc ( Abrollumfang vorne und hinten )


                                   
                                    Die Berechnung sieht wie folgt aus:



               RC (Abrollumfang der Vorderräder)  X  RM (Übersetzungsverhältnis)
      A =      ------------------------------------------------------------------------------------------------  /100+1 = Vorlauf
         
                                    Rc ( Abrollumfang der Hinterräder)